In der heutigen Zeit sind eine sichere Arbeitsstelle und das damit verbundene monatliche Einkommen für viele Menschen wichtigste Faktoren im Leben. Dies steht nicht selten in direkter Konkurrenz mit dem Wunsch nach Kindern und einer eigenen Familie. Um den Erwachsenen in unserer Gesellschaft die Chance zu geben, beide Ziele in Einklang zu bringen, gibt es Deutschland, wie auch in vielen anderen Ländern, das Elterngeld. Dieses soll finanzielle Nachteile ausgleichen und einen Anreiz geben, sich für ein Leben mit Kindern und Karriere zu entscheiden.

Offiziell gilt das Gesetz zum Elterngeld für alle Kinder, die ab dem 1. Januar 2007 geboren wurden. Es ist somit an die Stelle des einstigen Erziehungsgeldes gerückt. Erhalten können Sie das Elterngeld für 12 bis 14 Monate nach der Geburt. Darüber hinaus besteht kein weiterer Anspruch. Jedoch gibt hier eine Ausnahme. Wünschen Sie eine Verdopplung der Zeit auf 28 Monate, kann dies realisiert werden, indem in jedem Monat nur die Hälfte des zustehenden Betrages gezahlt wird.
Das Gesetz schreibt nicht vor, welches Elternteil diese soziale Leistung in Anspruch nimmt. Jedoch ist die Höhe der jeweiligen Zahlung abhängig vom Einkommen des Antragstellers. Dabei reicht die Spanne von 300 Euro monatliche für Personen mit keinem oder nur sehr geringem Lohn bis hin zu 1.800 Euro bei einem Nettoeinkommen von 2.770 Euro oder mehr. Jedoch ist in der Höhe eine Grenze festgeschrieben. So entfällt jeglicher Anspruch bei einem Einkommen ab 250.000 Euro im letzten Veranlagungszeitraum.

Für Interessierte gilt es zu wissen, dass bestimmte Gegebenheiten für den Anspruch auf Elterngeld erfüllt sein müssen. Diese umfassen sowohl einen Wohnsitz innerhalb Deutschlands als auch die Tatsache, dass der Antragsteller mit dem Kind in einem gemeinsamen Haushalt lebt, dieses eigenständig erzieht und betreut und zudem keiner beziehungsweise keiner vollzeitigen Erwerbstätigkeit nachgeht.
Grundlegend soll das Elterngeld Personen aus allen sozialen Schichten ermöglichen, für eine begrenzte Zeit aus dem Arbeitsleben auszuscheiden, ohne dabei finanzielle Nachteile zu haben. Insbesondere Akademikern soll ein Anreiz geboten werden, Kinder in die Welt zu setzen und damit sowohl zum Fortbestand unsere Gesellschaft als auch zur langfristigen Sicherung unseres sozialen Systems beizutragen.